Grundlegende Verteilsysteme
Unterschieden werden zwei Verteilsysteme.
Bei der Sternverteilung wird jeder Lüftungsdurchlass mit einem separaten starren oder flexiblen Luftkanal mit gleichem Durchmesser (75mm) an die Lüftungszentrale (Verteilerbox) angeschlossen.
Bei der Ringverteilung wird für Zuluft- und Abluftstrang je ein Hauptkanal mit einem Anfangsquerschnitt von ca. 16-18 cm installiert. Von diesem Hauptkanal zweigen die einzelnen Unterverteilungen mit abnehmenden Durchmessern zu den Lüftungsdurchlässen ab.
Sternverteilung in der Lüftungstechnik

Argumente für die Sternverteilung auf einen Blick
- Kein Verkleidungsaufwand unter den Decken, die Raumhöhe bleibt erhalten.
- Keine Telefonie bzw. Schallübertragung von Raum zu Raum.
- Gute Raumdurchspülung durch optimale Platzierung der Lüftungsdurchlässe.
- Freiere Auswahl der Positionen der Lüftungsdurchlässe in den Räumen.
- Genaues Regelverhalten, da jeder Durchlass einzeln angeschlossen wird.
- Kein Einmessen der Lüftungsanlage nötig durch Volumenstrombegrenzer.
- Änderung von Zuluft und Abluft am Verteiler bei Änderung der Raumnutzung (z. B. Hobby zu Sauna)
- Ändern der Luftmengen am Volumenstrombegrenzer, ohne das Gesamtsystem zu beeinflussen.
Bitte beachten!
Die Ringverteilung sollte möglichst nur in Ausnahmefällen in Wohnräumen eingeplant werden. Sie kann jedoch eine sinnvolle Alternative zur Sternverteilung sein, wenn im Zuge einer Wohnraumsanierung bei Bestandsgebäuden eine KWL-Anlage integriert werden soll.
Falls bei Bestandsgebäuden eine Fassadendämmung vorgesehen ist, kann der „unsichtbare“ nachträgliche Einbau einer KWL-Anlage mit einer Sternverteilung ebenso realisiert werden. Hier werden dann flache Ovalkanäle direkt auf die Aussenwand, innerhalb der Fassadendämmung, untergebracht.
Luftkanalsysteme der Sternverteilung
Verschiedene Luftverteilsysteme im Vergleich.

Zuluft- und Abluftdurchlässe in den Räumen
Wohnräume werden in Zu- und Ablufträume unterteilt.









